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Letzte Eindrücke eines sterbenden Tages

Heute habe ich das hiesige Stadtfest besucht, einfach, weil ich sowas lange nicht mehr getan habe, zweitens, weil ich diese eine Band nach Ewigkeiten wieder sehen, respektive hören wollte und drittens, weil ich mir dachte: wenn man schon Bürger einer Stadt ist, dann kann man sich auch mal die ortseigenen Kulturangebote antun, so häufig gibt's die nämlich auch nicht. Die Band war der Hammer. Großartigst coverten sie bekannte Songs aus mindestens vier Dekaden der Musikgeschichte in einer Art, dass es eine selbige hatte. Der gelegentliche Blick auf das neben mir platzierte Tonmischpult und den entsprechenden Techniker ließ mich schmunzelnd in der Menge zurück. Interessant zu beobachten war jedoch eher der unstete Gesichtsausdruck jedes einzelnen Festivitätenbesuchers, der lächelte oder auch nicht, ohne zu wissen, warum man eigentlich da war. Ich meine, viel gutes zu bieten gibt es auf solchen Veranstaltungen nicht mehr, was einen mitleidig zu den Schaustellern hinüberblicken lässt, in der Gewissheit, dass sie bald ausgestorben sein werden. Und auch sonst rechtfertigt nichts so wirklich die Anwesenheit von hunderten Ahnungslosen. Ich meine, die Musik war gut, aber das Essen war zu teuer und saufen kann man auch hervorragend zuhause, zumal es auf diesem Fest eh keine Toilette für Besucher gab. Allzu lange hielt es mich also wenig überraschend nicht an diesem Ort, denn zum Ende meiner Beobachtungen wurde mir klar, nachdem die Bäume auf Glamrock machten und mein Vermieter mit seinem Hund Gassi wankte, dass ohne Limette auch Coroner so schmeckt, wie es heißt. In diesem Sinne Prost, euer Roodi.

6.9.15 19:37

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